Interview26. April 2017

Interview mit Dr. Hermann Vogel über ApoSync

Herr Dr. Vogel, nun ist die Interpharm doch schon ein paar Tage her, was konnten Sie von den Fragen der Apotheker für ApoSnyc mitnehmen?

Sowohl Apotheker als auch alle weiteren Teammitglieder haben sich in Informationsgesprächen sehr positiv zu ApoSync geäußert. Es konnte sich vorher allerdings niemand vorstellen, die amtlichen Arzneimittelrückrufe der AMK nicht MRT mit der DAZ/PZ, sondern mit einer App zu bearbeiten.

Dr. Hermann Vogel jr., Apotheker und Geschäftsführer der ApoSync GmbH.

Wie kommt man auf so eine Idee, „altehrwürdige Prozesse“ zu digitalisieren?

Die Digitalisierung bzw. digitale Transformation ist ja so ein „Buzzword“ das durch das Land geistert. Viele können sich wenig drunter vorstellen. Allerdings war ich schon immer daran interessiert, Prozesse in meinen Apotheken zu verbessern, bzw. zu erleichtern.

Was war der Ursprung der Idee?

Meine Überlegung war ganz klar: Smartphones und ihre Apps revolutionieren seit beinahe 10 Jahren unsere Gesellschaft. Warum also nicht eine sinnvolle Verbindung zwischen der Apothekensoftware und einer Smartphone-App realisieren? Zumal beinahe jeder heute ein solches Gerät hat.

Beeinflussen Facebook und WhatsApp die Apotheke?

Allerdings, und zwar mehr als wir glauben! Deshalb muss das Smartphone auch im Apothekenalltag integriert sein. Ich habe und werde stets das Ziel haben, für alle Apotheken Lösungen zu entwickeln! Und so entstand am Anfang die Idee, die Amtlichen Rückrufe aus der PZ zu digitalisieren, und zwar so, dass das ganze Team immer weiß, wer wann was bereits erledigt hat.

ApoSync ist ja, wenn man es als App auf dem Smartphone benutzt, nahezu selbsterklärend.

Ich bin da eher praktisch veranlagt und sehe alle diese Apps möglichst immer aus der Sicht des Benutzers.

War es schwer, andere Projektbeteiligte in der Vorphase von der Grundidee von ApoSync zu überzeugen?

Als ich die Grundidee präsentiert habe, waren die anderen Projektbeteiligten sofort voll bei der Sache bzw. alle waren von der Idee begeistert. Jeder weiß, dass sich sinnvolle Digitalisierungsanwendungen mittelfristig durchsetzen. Dabei kommt es darauf an, dass diese Anwendungen einen echten Mehrwert schaffen. Nur die Mitarbeiter mit dem Smartphone zu beschäftigen ist zu wenig. Sie müssen dieses Gerät als Multifunktions-Tool begreifen und die Apps lieben. Schauen Sie sich den Erfolg von WhatsApp an. Es ist so erfolgreich, weil es supereinfach zu bedienen ist. Wer redet heute noch von SMS oder MMS?

Mit ApoSync Rückrufe per Smartphone abarbeiten.

Warum ist die digitale Bearbeitung der AMK-Rückrufe soviel besser, als der derzeitige Prozess?

Nicht besser, sondern „praktischer“ und vor allem zeitgemäß und eleganter. Es geht um „Convenience“, wie fast überall. Sehen Sie es mal so: Smartphones sind nicht die „besseren“, aber die praktischeren Digitalkameras. Man sagt immer: die beste Kamera ist die, die man dabei hat.

Und mit den Aufgaben in der Apotheke ist es grundsätzlich ganz genauso: in der Kitteltasche befindet sich das Smartphone ohnehin schon (oder ;)) , App drauf, und loslegen. Einfacher geht’s nicht.

Woran liegt es Ihrer Meinung nach, dass sich digitale Erleichterungen in der Apotheke so zögerlich durchsetzen?

Weil alle Apotheken auch bisher schon sehr gut organisiert sind, denken Sie nur an die hoch spezifizierte Apothekensoftware und die Spitzenlogistik in Apotheken – das ist schon alles recht „digital“. Andererseits sehen wir gerade in der letzten Zeit eine neue Generation heranwachsen und die ist mit PC, Tablet und Smartphone aufgewachsen. Logisch, dass da das Interesse sprunghaft ansteigt. Aber: nur sehr gute Produkte mit Alltagstauglichkeit haben eine Chance sich dort durchzusetzen.

Welche Rolle spielt hier die Eigeninitiative der Apotheker?

Keine, denn es setzen sich nur praktische Dinge im Apothekenalltag durch! Übrigens, Apotheker sind durchaus umtriebig. Ob mit Apps, Shops oder anderen Dingen. Moderne Apotheker sind mitnichten schwer für neues zu interessieren. Aber: nur das Bessere ist der Feind des Guten! Und das Neue muss eben auch einen echten Mehrwert bieten. „L’art pour l’art“ wird da nicht gerne gesehen.

Welche Erfahrungen haben Sie bislang mit Apps gemacht?

Gemischte Erfahrungen. Wie jeder von uns. Es gibt brillante Apps und fürchterliche Apps. Aber: diese ganzen Ökosysteme unter Android und iOS entwickeln sich mit einer atemberaubenden Geschwindigkeit. Je leistungsfähiger die Smartphones werden, desto mehr Aufgaben können Sie übernehmen. Und darauf bauen wir – vor allem unsere geplanten Erweiterungen im Sommer werden es in sich haben!

Vielen Dank für das informative Gespräch

Ansprechpartner

  • Dr. Hermann Vogel jr

    Geschäftsführerh.vogel@aposync.de+
49 89 130 164 681
  • Felix Handschuh

    Marketingf.handschuh@aposync.de
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